Wenn Spinnen Wege kreuzen

Im Moment sind sie draußen allgegenwärtig: Die Gartenkreuzspinnen in ihren Radnetzen. Man geht ihnen ins Netz, wenn man nichtsahnend durchs Beet jätet, wenn man den schmalen Weg zum Kompost geht, oder – ganz übel – wenn man morgens einfach nur über die Terrasse läuft, und spätestens dann fragt man sich: Wo kommen die auf einmal alle her? Wo waren die eigentlich vorher? Und wie kommt die dazu, ihr Netz ausgerechnet quer über meine Terrasse zu spannen???

Um es kurz zu machen: Sie waren natürlich vorher auch schon da. Nur waren sie nicht so groß. Gartenkreuzspinnen leben 2 Jahre lang und werden Ende August / September geschlechtsreif. Also jetzt. Jetzt haben sie ihre maximale Größe erreicht, jetzt hängen sie überall herum, jetzt sind nicht mehr zu übersehen. Übrigens sind es fast immer Weibchen, die wir im Moment sehen (und wieder frage ich mich: Warum hängen sie immer kopfüber im Netz?). Ihr erkennt sie an ihrem kugeligen Hinterleib, auf dessen Rückseite die hellen Flecken das charakteristische Kreuz bilden, bei jeder ein bisschen anders.

Die Männchen sind deutlich kleiner und eher länglich als rundlich (Bild unten links). Männchen findet man im Moment selten in eigenen Netzen, weil sie in dieser Jahreszeit unterwegs auf der Suche nach einem Weibchen sind, denn es ist Paarungszeit. Wenn ihr ein schönes großes Netz inklusive Kreuzspinne darin betrachtet, lohnt es sich, auch eine Blick an den Rand des Netzes zu werfen, denn vielleicht habt ihr Glück, und ein Männchen tastet sich heran. Tasten ist hier ganz wörtlich gemeint, denn es zupft gewissermaßen fragend an einem äußeren Faden. Das ist gut zu beobachten und dringend notwendig. Es kann nämlich auch ganz fürchterlich schief gehen bei Frau Spinne; Spinnenmänner leben gefährlich…

Hier gibt es noch mehr über das Leben der Gartenkreuzspinne.

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